Šolta ist eine Insel in Mitteldalmatien (Südkroatien), nicht weit entfernt von Split, westlich von Brač, mit der Oberfläche von 51,9 km2.
Position der Insel Die höchste Spitze der Insel ist nahe Gornje Selo, 237 Meter über dem Meeresspiegel. Es gibt sieben kleinere Inseln neben der Insel Šolta, in der Nähe der Bucht Maslinica. Das Hauptdorf der Insel ist Grohote. Die Vielzahl der Flora und besonders der Fauna muss hervorgehoben werden (über 100 Arten Vögel, Wildschweine, Kaninchen…) Die Insel ist seit den prähistorischen Zeiten bevölkert worden, und sie wurde zum ersten Mal von Pseudoskilals im 4. Jahrhundert vor Christus unter dem Namen von Olyntha erwähnt. Das Symbol der Insel ist „čuvita“ (kleine Eule). In Übereinstimmung mit diesem Symbol werden die Leute von Šolta auch „čuvitari“ genannt. Früher war es ein abwertender Name, aber heutzutage wird diesem Ausdruck sogar eine positive Bedeutung beigemessen. Zahlreiche formale und nicht-formale Verbindungen von Šolta und die, die auf Šolta bezogen sind, benennen sich „čuvita“.

BERÜHMTE LEUTE
Eugen Buktenica wurde in Grohote 1914 geboren. Er erweckte lebhaftes Interesse in Kroatien und auch im Ausland. Seine Malerei stellt reine naive Kunst dar. Ein Motiv und eine Geschichte gehören zu seinen Hauptinteressen. Er möchte ein Teil seines Geburtsorts, der Insel und des Dorfs aufnehmen. Zu seinen Motiven zählen auch Haustiere, Häuser, Boote und Dorfbewohner. Die Gemälde von Buktenica ziehen mit ihrer Spontaneität, Aufmerksamkeitskraft und Phantasie an. Er ist Maler aber dazu auch Chronist seines Dorfs, seiner Insel, sowie seiner Leute.
Marin Kalajzić, der zweite Maler der naiven Kunst in Šolta, hat viele Berührungspunkte mit Eugen Buktenica, was seine Motive und Techniken angeht. Er wurde 1911 in Grohote geboren, aber erst 1979 begann er zu malen. Sein Hauptwunsch war, einen bestimmten Gegenstand oder ein Ereignis möglichst zuverlässig und objektiv darzustellen. Stilleben, Fische und Blumen spornen seine neueren Gemälde an.
Dinko Šule, noch ein Maler der Naive, wurde auch in Grohote 1953 geboren. 1987 begann er zu malen, und die Motive seiner Ölgemälde sind typisch für die nackte Karstlandschaft dalmatinischer Inseln, die durch die Felsen, südliche Vegetation und das Meer gekennzeichnet wird. Seine Aufmerksamkeit gilt gleichmäßig der Stimmung in einem Fischerheim sowie dem Leben der Fischer und der Landwirte. Neben der Malerei schreibt er auch Poesie.

INTERESSANTE TATSACHEN
Wegen der Isolation der Insel und der Nachlässigkeit der Behörden, wurde der folgende Fluch geboren: „Mögest Du mit Šolta zu tun haben“. Mrduja ist eine kleine Insel westlich von Brač und östlich von Šolta; sie ist ein Kilometer von der Bucht entfernt, in der das Dorf Milna liegt.Regata der Mrduja Der lokale Name für diese kleine Insel ist Mrduja. Die berühmte Regatta „Mrduja“ findet um diese Insel herum statt. Es gibt eine lustige Legende über den Streit zwischen den Bewohnern von Brač und denen von Šolta: Sie zankten sich um das Eigentum von Mrduja und so wurde das Inselchen durch Seile in zwei Gegenrichtungen hin- und hergezogen. Im 4. Jahrhundert pflegte Kaiser Diokletian, der in seinem nahegelegenen Palast lebte (dem heutigen Herz von Split), in der kleinsten Bucht von Nečujam zu fischen. Auf diese Weise erwarb diese kleine Bucht ihren heutigen Namen Piškera, deren Überreste noch immer am Meeresboden liegen.

(QUELLE: solta-info.net)

Schon bei den Griechen und Römern der Antike war die Insel Šolta beliebt und bekannt - schließlich wurde sie bereits im vierten Jahrhundert vor unserer Zeitrechnung erstmals erwähnt. Doch erst mit der tragischen Zerstörung Salonas wuchs die Bevölkerung auf der Insle an - Flüchtlinge retteten sich hierher und brachten ihre Traditionen und Bräuche vom Festland mit. Sie prägten die Architektur, Landwirtschaft und Kunst Šoltas nachhaltig. Im 7. Jahrhundert wurde Šolta der Gemeinde Split angegliedert und erwirtschaftete mit dem Verkauf von Holz, Kalk und Agrarprodukten einigen Wohlstand. So rückte das Eiland aber natürlich auch weiter in internationales Interesse und musste von seinen Bewohnern regelmäßig gegen die Übergriffe der Venezianischen Flotte oder gegen Seeräuber verteidigt werden. Im späteren Mittelalter wurden Glagoliten hierher verbannt und die in ihrer Heimat ausgestoßenen fügten sich ebenfalls schnell in die Inselgesellschaft ein, so dass mit der Zeit eine homogene, harmonische Gemeinschaft auf der Insel lebte. Über die Jahrhunderte fand diese Entwicklung recht abgeschlossen vom Rest der Welt statt und erst mit dem erhöhten Aufkommen des Tourismus wurde Šolta “wiederentdeckt”. Doch leben die Einwohner hier nach wie vor lieber in der Tradition ihrer Vorfahren als wegen einer Laune der Weltwirtschaft Hotels aus dem Boden zu stampfen und dem Tourismus den roten Teppich auszurollen. So bietet Šolta seinen Besuchern auch heute noch ein Bild, das sich kaum von dem Anblick aus Vor-Tourismus-Zeiten unterscheidet.

(QUELLE: solta24.de)